Taekwondo Union Nordrhein-Westfalen e.V.|Office@TUNRW.de
Leistungssportkonzeption 2017-10-20T13:39:51+00:00

Leistungssportkonzeption der TU NRW

Leistungskonzeption der TU NRW

Die TU NRW verfolgt mit dem Leistungssportkonzept das Ziel den Taekwondo Sport in NRW dauerhaft international konkurrenzfähiger werden zu lassen. Die dazu erforderliche Strategie basiert auf einer individualisierten Optimalförderung der Top-Talente auf der Grundlage eines flexiblen, leistungsorientierten Systems zur Talentsichtung und –förderung, unter Einbeziehung sämtlicher vorhandener Ressourcen und Netzwerkpartnern. Die Flexibilität der Versorgungssysteme und die starke Fokussierung auf die Effizienz sämtlicher Maßnahmen prägen die von der TU NRW angestrebten Verbandsstrukturen.

Die Philosophie der Konzeption sieht eine intensivere Athletenfokussierung vor. Dies wird gewährleistet durch den täglichen Einsatz von nachweislich hochqualifizierten Trainern, direkt an den Leistungszentren mit einer hohen Anzahl von Bundeskadersportlern. Dadurch wird entsprechend der BMI
Vorgaben, mehr Effizienz durch höhere Konzentration und eine bessere Steuerung realisierbar sein.

1. Leistungszentren

Die Leistungszentren dienen dem übergeordneten Ziel die TOP-TEAM Sportler, im Sinne der dualen Karriere, optimal zu fördern und sie international konkurrenzfähig zu machen. Um dies zu gewährleisten müssen sie über zweckdienliche Förderbedingungen verfügen und ihre Effizienz regelmäßig beweisen.

Notwendige Förderbedingungen:
Qualitativ starke Trainingsgruppe (TOP-TEAM Sportler)
Hohe Trainerqualifikation (regelmäßige Fortbildung durch Hospitationen und Lehrgänge)
Aus- und Fortbildung von jungen, leistungssportlich interessierten Trainern und aktive Förderung ihrer Trainerkarriere Möglichkeit mehrmals täglich zu trainieren.

Anbindung an Eliteschulen/NRW Sportschule und Sportinternat
Gute Erreichbarkeit von Uni / FH / Ausbildungsplätzen
Gesicherte Finanzierung des Stützpunktträgers
Verfügbarkeit von qualitativ angemessenen Trainingsstätten
Verfügbarkeit eines med. Versorgungssystems (OSP-Physio, Ärzte)
Die Leistungszentren müssen sich nach jedem Olympiazyklus einem erneuten Zertifizierungsverfahren unterziehen

2. Nachwuchs-Stützpunkt

Vereine können das Gütesiegel „Nachwuchs-Stützpunkt der TU NRW“ aufgrund herausragender Verdienste in den Bereichen der Talentsichtung und –förderung verliehen bekommen. Es stellt eine besondere Form der Wertschätzung der geleisteten Arbeit der Vereinstrainer und –funktionäre dar. Das Gütesiegel dokumentiert deren Engagement und Leistung nach außen und motiviert sie diesen hohen Standard zu halten. Die Vereine können mit diesem Gütesiegel werben und kommen zudem in den Genuss der Förderung durch eines der Leistungszentren. Die Form der Kooperation zwischen dem Nachwuchs-Zentrum und dem Leistungsstützpunkt soll aktiv gestaltet werden und zu beiderseitigem Nutzen sein. Um die besondere Wertigkeit des Gütesiegels zu garantieren, wird dieses immer nur für zwei Jahre verliehen und kann jederzeit beantragt werden.

Vergabebedingungen:
Trainerqualifikation ab B-Lizenz- GAL-Karte
Erfolge auf deutschen Meisterschaften
Klares Bekenntnis zum Leistungssport
Effektive Talentsichtung
Aus- und Fortbildung von jungen, leistungssportlich interessierten Trainern und aktive Förderung ihrer Trainerkarriere
Aktive Kooperation mit dem Leistungszentrum

3. Die Funktion des hauptamtlichen Landestrainers

Der hauptamtl. Landestrainer managt alle Prozesse rund um die TOP-TEAM Sportler. Er koordiniert ihre Trainingsprozesse in Zusammenarbeit mit den Heimtrainern. Er kontrolliert die Aufrechterhaltung der örtlichen Förderstrukturen und berät die Verantwortlichen bzgl. der Möglichkeiten einer weiteren Optimierung.

Aufgabenbeschreibung:
Verantwortlich für den zielorientierten Trainingsbetrieb in den Leistungszentren
Begleitung und Betreuung des Athletiktrainings der TOP-TEAM-Sportler
Duale Planung der Leistungsträger, in Zusammenarbeit mit den Leitern der Leistungszentren. System zur rechtzeitigen Kontrolle ist vorhanden.
Ständiger Austausch und Interaktion mit den Leitern der Leistungszentren
Training in den Leistungszentren im Rotationsprinzip
Koordination der Turnierbesuche für alle Leistungsgruppen des Verbandes
Strategische Wettkampfselektierung für alle Leistungsgruppen, abhängig von Saison- und Entwicklungszielen
Kommunikationsmanagement (med. Betreuung, Laufbahnberatung, Internat, Vereine, Verbände, Medienpartner)

4. Fazit

Im Turnierwesen und dem Regelwerk des olympischen Taekwondo, hat es erhebliche Veränderungen/Entwicklungen gegeben. Diese wiederum haben gravierende Konsequenzen auf das sportliche Anforderungsprofil der Sportart. Die beschriebenen Organisations- und Förderstrukturen der TU NRW berücksichtigen diese Rahmenbedingungen bestmöglich und erhöhen somit die Erfolgsaussichten unserer TOP-TEAM Athleten erheblich. Die neuen Strukturen motivieren Sportler, Trainer und Funktionäre gleichermaßen, leistungsorientiert (=erfolgreich) zu agieren. Trainer, die über das (nachgewiesene) Potential verfügen, Talente in den Spitzenbereich zu führen und zu halten, sollen in die Lage versetzt werden diese auch intensiv zu betreuen. Durch die Nachwuchszentren können die Trainer der Leistungszentren (in vertikaler Richtung) schon sehr frühzeitig Einfluss nehmen und die Heranführung junger Talente optimieren.

Leistungszentren haben keinen Bestandsschutz, sondern müssen sich immer wieder neu beweisen und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dieser Leistungsgedanke gilt nicht nur für Sportler und Vereine/Stützpunkte. Auch die TU NRW stellt sich gerne dem Wettbewerb.

Denn auch die TU NRW möchte durch erfolgreiche Arbeit in Erscheinung treten. Es ist unsere Zielvorstellung, dank der engagierten Arbeit aller beteiligten Kräfte und der konsequenten Umsetzung des Leistungssportkonzepts, mit zu den erfolgreichsten Landesverbänden innerhalb der DTU zu werden. Wir sind der Meinung, dass diese vom sportlichen Ehrgeiz geprägte Haltung, letztlich auch die ist, die den Bundesfachverband international voran bringen wird.

Demnach wird es keine Bezirke, Bezirkstrainer und keine sogenannten Honorar Landestrainer geben, es liegt am Verein und dessen Mentor die Vorgaben/Kriterien zu erfüllen um als sogenannter Leistungs- oder Nachwuchsstützpunkt deklariert zu werden. Der Anzahl sind hier keine Grenzen gesetzt. Der Heimatverein und Heimtrainer mit seinen Sportler/innen stehen im Fokus. Die Vergangenheit der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass es nicht die politisch motivierten Stützpunkte, oder Mammut-Bezirks und Landeskadereinheiten waren die erfolgreiche Sportler von Jahr zu Jahr hervorbringen, es ist die Individualität einzelner Vereine und Ihrer Mentoren/Trainer die mit Ihrem unermüdlichem Einsatz für Nachhaltigkeit sorgen.

Erstellt und entwickelt von

Jannis Dakos
Jannis DakosTrainer
Dirk Müller
Dirk MüllerVize-Präsident Zweikampf
Björn Pistel
Björn PistelZweikampf Referent
Dimitrios Lautenschläger
Dimitrios LautenschlägerTrainer
X