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AUFNAHME IN DIE DEUTSCHE TAEKWONDO UNION

Einschätzung von Dr. Michael Lehner 
 
Im Rechtstreit über die Aufnahme der TU-NRW in die DTU hat am 10.01. beim Landgericht München vor der Zivilkammer die mündliche Verhandlung stattgefunden. Die Richterbank war mit drei Richterinnen unter Führung einer erfahrenen Vorsitzenden besetzt. 
 
Für die DTU waren Präsident Klawiter und Vizepräsident Gerd Kohlhofer mit ihrem Rechtsanwalt Dr. Thomas Summerer zugegen. Die TUNRW wurde von ihren Präsidenten Antonio Barbarino und ihrem Rechtsanwalt Dr. Michael Lehner vertreten. 
 
Der Verlauf und das Ergebnis der Verhandlung wird von den Vertretern TU-NRW als sehr positiv bewertet. Die Parteien haben unbeschadet dessen die Gelegenheit, in einem aufeinander Zugehen die Basis für eine endgültige Streitbeilegung und die zukünftige Zusammenarbeit in der DTU zu schaffen. 
 
Die gegen eine Aufnahme der TU-NRW in die DTU vorgebrachten Argumente sind im ganz wesentlichen von der Kammer als nicht stichhaltig bewertet worden. Nach den Worten der Vorsitzenden Richterin und so auch im Gerichtsprotokoll nachzulesen, hat die TU-NRW die nach der Aufnahmeordnung der DTU zur Aufnahme erforderliche Mitgliederzahl nachgewiesen. Auch die anderen Aufnahmevoraussetzungen sieht das Gericht erfüllt. 
 
Klärungsbedarf ergibt sich für die Richterinnen ausschließlich im Hinblick auf das beim Landgericht Duisburg laufende Anfechtungsverfahren, das dort die NWTU gegen den Dachverband für BUDO Techniken derzeit führt. 
 
Ziel und Wunsch des Gerichtes war die Regelung einer -nur- theoretischen Entwicklung, nach der die Aufnahme der TU-NRW in die DTU im Nachhinein durch eine rechtskräftiges Urteil die Mitgliedschaft der TU-NRW im Budo Dachverband entfällt. Das Gericht hat deshalb den Parteien als Königsweg vorgeschlagen, eine Aufnahme der TU-NRW in die DTU jetzt aber unter der Bedingung zu bewirken, dass im Falle einer rechtskräftigen Nichtigkeit der Mitgliedschaft im Dachverband NRW, die TU-NRW wieder aus der DTU austritt. 
 
Nach einigen Diskussionen haben die Anwesenden Präsidiumvertreter der DTU im Aufnahme des richterlichen Vorschlages sich bereit erklärt und zu Protokoll des Gerichts gegeben, den zurückgestellten Aufnahmeantrag der TU-NRW in die DTU wieder auf die Tagesordnung der kommenden Mitgliederversammlung im März 2018 zu setzen. Im Gegenzug hat der anwesende Präsident der TU-NRW Antonio Barbarino zugesagt, dass das Präsidium der TU-NRW für den Fall der Rechtskraft eines Nichtigkeitsurteil im Dachverband die TU-NRW im Falle einer jetzigen Aufnahme in die DTU wIeder aus der DTU austritt. 
 
Die Mitglieder der DTU haben so bereits auf Ihrer nächsten Mitgliederversammlung die Möglichkeit, mit ihrer Zustimmung zum Vorschlag des Landgericht München und einem solchen Aufnahme der TU-NRW eine endgültige Streitbeilegung herbeizuführen. Dies würde die TU-NRW sehr begrüßen. 
 
Sollten die Mitglieder der DTU sich allerdings dazu nicht durchringen können, wird das Gerichtsverfahren mit bereits auf den 11.04.2018 terminierter Verhandlung dem Gerichtsverfahren seinen Fortgang geben. Somit ist für die TU-NRW gesichert, dass bei widererwarten Ablehnung des richterlichen Vorschlages in jedem Falle zeitnah ein Urteil über die begehrte Aufnahme gesprochen wird.
 
Die TU-NRW ist überzeugt dass auch bei einer solchen Entwicklung als klares Ergebnis der heutigen Gerichtsverhandlung die Zeichen für eine Aufnahme der TU-NRW in die DTU sehr gut stehen.
Antonio Barbarino
Antonio BarbarinoPräsident
2018-01-10T15:54:29+00:00
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